Medialität leitet sich ab vom lateinischen medium, was Mitte bedeutet. Menschen die ihre Medialität einsetzen, vermitteln zwischen der materiellen und energetischen Dimension des Lebens. Sie können mit beiden Dimensionen kommunizieren und stellen so eine Verbindung zwischen dem Rationalen und dem Intuitiven her. Materie ist alles, was wir konkret sehen, erfassen und berühren können. Energien hingegen existieren auf einer tieferen, nicht greifbaren Ebene, d.h. wir können sie wahrnehmen im Sinne eines besonderen Sehens (hellsichtig), eines besonderen Hörens (hellhörig) oder eines besonderen Fühlens (hellfühlig). Medial begabte Menschen verfügen über die Gabe, diese Energieformen wahrzunehmen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Mit unseren medialen Sinnen sind uns alle Informationen zugänglich, weil wir uns auf diese Ebene „einstimmen" und uns so mit ihr verbinden. Unsere angebliche Realität und unser Ego machen uns glauben, dass es eine Trennung gibt und wir selber in der realen Welt existieren und es unsägliche Techniken, Seminare, Lehrmeister etc. be-nötigt, um in diese „andere" Welt der Energien einzutauchen. Unser Ursprung entspringt jedoch keiner Trennung, d.h. alles Lebendige entsteht aus einer Schöpfung und wenn wir wieder dorthin zurückkehren, tauchen wir in diese Verbundenheit ein. Medialität wäre - ohne unsere Programmierungen, Konditionierungen und Überzeugungen - unser natürlicher Zustand. Als Kleinkinder verfügen wir noch über diese Fähigkeit der Wahrnehmung und fühlen uns noch in unserer Mitte, doch diese Kinderschuhe entgleiten uns rasch und wir verlernen, wie es sich anfühlt und lernen stattdessen die angeblich nützlichen Dinge des Lebens (viele davon sind ja auch nützlich). Schade ist nur, dass die nützlichen Dinge dann ihren Platz ein-nehmen und wir uns immer mehr von unserem Verstand leiten lassen und anfangen, uns an Verhalten, Leistung, An-passung usw. zu gewöhnen. Doch die innere Mitte ist nie verloren, d.h. es gibt auch einen Weg, der uns zu ihr zurückführt. Ganz einfach ist dieser Weg nicht zu gehen, weil wir ja schon verlernt haben, die Welt mit anderen Augen zu sehen und zu vertrauen. Ein Kind, welches noch keine anderen Erfahrungen erlebt hat, vertraut sich und dem Leben. Es gibt sich völlig dem Augenblick hin und lebt in ihm. Diese Fähigkeit gilt es wiederzuerlangen und das ist kein ganz einfaches Unterfangen. Unser Ego lockt uns mit Bedenken, Zweifeln und Angst und warnt uns damit, in angeblich unbekannte Dimensionen vorzudringen, obwohl sie uns ja gar nicht unbekannt sind, nur vergessen gegangen. Unser Ego hält es für naiv, sich dem Leben anzutrauen, denn wenn wir nicht mehr dauernd abwägen, einschätzen, urteilen usw. laufen wir Gefahr, uns selbst zu verlieren. Doch das ist ein Irrtum. Wenn wir uns bewusst werden, dass uns das Leben erst beschenken kann, wenn wir auch bereit sind, diese Geschenke anzunehmen, haben wir die erste Hürde geschafft. Und solange wir mit verschränken Armen, voller Angst und Zweifel erwarten, vom Leben beschenkt zu werden, sind auch dem Leben die Hände gebunden. Geschenke können wir nur annehmen, wenn wir mit offenen Armen und lauschendem Herzen auf das Leben zugehen und bereit sind zu empfangen. Das Zauberwort heisst Vertrauen.
Warum ist es wichtig, dass wir unser mediales Wesen wieder entdecken?
Unsere westliche Welt ist eher geprägt von einem individuellen Bewusstsein. In früheren Zeiten lebten die Menschen fast ausschliesslich im kollektiven Bewusstsein wie beispielsweise die Naturvölker. Sie fühlten sich eingebunden in etwas Grösseres, sahen sich als Teil desselben und waren sich der Verantwortung bewusst. Ihr Handeln war geprägt vom Wissen, dass es stets Einfluss auf das Ganze nehmen würde und entsprechend umsichtig und bewusst gingen sie damit um. Sie würdigten auch alle anderen Lebensformen und bezogen diese mit ein. Heute haben wir diese Fähigkeit etwas verloren, d.h. wir fühlen uns als Individuum, was bereits einen „Ausschluss und eine Trennung" beinhaltet und erleben andere Lebewesen oft als andersartig. Diese Trennung hat auch eine Wertung mit sich gezogen, welche den Naturvölkern fremd war. Meist betrachten wir uns als höchste Intelligenz und vollziehen damit diese Wertung, die sich folgenschwer auf unsere Verbundenheit mit allen anderen Lebewesen auswirkt. Wenn wir wieder zu unserem Ursprung zurückkehren und lernen, eine andere Sicht anzunehmen, gelangen wir wieder zu diesem Gefühl der Würdigung von allem Lebendigen und verlieren langsam unser wertendes Denken. Dieser Prozess benötigt viel Ausdauer und Training, zumal uns unser Ego immer wieder einholt, uns Fallen stellt und uns in eine angebliche Sicherheit verführen will. Wie heisst es so schön im Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Genau darum geht es. Als gut trainierte Kontrollfreaks fällt es uns unglaublich schwer, diese Kontrolle loszulassen und einfach nur zu vertrauen. Die Angst sitzt uns meist schon im Nacken, wenn wir nur schon daran denken. Wir sind es so gewohnt, alles Mögliche zu kontrollieren, dass es uns schon gar nicht mehr auffällt. Wir kontrollieren unser Verhalten, unsere Beziehungen, unsere Anfälligkeit auf Fehler und Schwächen usw. und jeder würde natürlich behaupten, dies nicht zu tun. Doch wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, müssen wir uns wahrscheinlich eingestehen, dass Kontrolle viele Formen annehmen kann und ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist. Wenn wir diese Kontrolle aufgeben und wieder bereit werden, in jedem Augenblick unseres Lebens in das Unbekannte einzutauchen, einfach weil wir vertrauen, dann werden wir frei. Und erst wenn wir in diesem Gefühl der Freiheit angelangt sind, können wir zu den Menschen werden, die wir sind. Dann verlieren wir die Rolle, die wir spielen und leben als göttliche Geschöpfe im Einklang mit unserem innersten Wesen. Wir sind dann nicht mehr Schauspieler oder Regisseure, sondern sind die Schöpfer unseres eigenen Lebens. Wir beenden unsere Dramen, mit denen wir zuvor identifiziert waren und kehren zurück zum Ursprung unseres Seins, in die absolute Fülle. Und wenn wir uns vorstellen, dass dies alle Menschen nach und nach vollziehen würden, hätte dies enorme Auswirkungen auf alle anderen Lebewesen und auch diese kämen nicht umhin, sich dieser neuen Energie zu öffnen. Dann wären wir angelangt im Gefühl des „Eins seins" und könnten uns grenzenlos ausdehnen in der Verbundenheit und im Einklang mit allem Lebendigen. Ich möchte Ihnen Mut machen, diesen Weg zu beschreiten.
Es kann sein, dass Sie
- Ihr eigenes mediales Wesen entdecken möchten
- mehr über die tieferen Beweggründe erfahren möchten
- mit der geistigen Welt in Berührung kommen möchten
- mit einem verstorbenen Menschen noch etwas klären oder sich bei ihm bedanken möchten
Die geistige Welt ist bereit, sich uns zu offenbaren, wenn wir bereit sind, unser Herz für sie zu öffnen. Wenn Sie meine Ausführungen ansprechen und Sie vielleicht ein Anliegen haben, freue ich mich über ein Telefonat oder eine E-Mail von Ihnen.